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Kichererbsen- statt Weizenpulver: Diese Mehlsorten bereichern die Küche

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Von Nina Bürger


Gluten- und Weizenunverträglichkeiten werden immer häufiger diagnostiziert. Dann werden beim Kochen und Backen Mehl-Alternativen besonders wichtig. Doch auch wenn du völlig gesund bist, können die folgenden Produkte spannend sein.


Das kann Dinkelmehl

Beim Dinkelmehl handelt es sich um die wohl bekannteste Alternative zum Weizenpulver. Dinkelmehl ist besonders für Weizenallergiker geeignet. Ein weiterer Vorteil: Sein Nährstoffgehalt ist deutlich höher. Allerdings enthält Dinkel auch mehr Gluten. Bei einer Unverträglichkeit gegen dieses natürliche Eiweiß ist es deshalb ungeeignet.


Mehl aus Reis und Mais

Wer mit einer Glutenunverträglichkeit zu kämpfen hat, ist hingegen mit Reismehl gut beraten. Das Produkt aus poliertem Langkornreis wird in Japan meist für Süßspeisen und Soßen eingesetzt. Doch auch beim Backen liefert es tolle Ergebnisse. Einziges Manko: Im kalten Zustand nimmt Reismehl nur schlecht Wasser auf, wodurch der Teig vor dem Backen zu flüssig erscheint. Mit dem Erhitzen gibt sich dies jedoch. Maismehl kommt ebenfalls ohne Gluten aus. Es stammt aus Mexiko und wird vor allem für Tortillas und Fladenbrote verwendet. Mischt du es aber mit anderen Mehlsorten, entstehen leckere Gebäcke und Brote.


Kartoffelmehl: Allrounder aus der Knolle

Für Kartoffelmehl wird die Stärke aus der Knolle verwendet. Das Pulver ist geschmacksneutral und deshalb vielseitig einsetzbar. Es ist ebenfalls glutenfrei und kann Weizen in Brot gut ersetzen. Auch als Soßenbinder eignet es sich hervorragend.


Nussiger Geschmack mit Buchweizen- und Kichererbsenmehl

Auch Buchweizenmehl ist glutenfrei. Es ist reich an Mineralstoffen und Eiweiß. Besonders markant ist sein nussiger, leicht bitterer Geschmack. Am besten verwendest du es deshalb für Brote und herzhafte Speisen wie Pfannkuchen. Die meisten kennen Kichererbsenmehl aus den beliebten Falafelbällchen. Bei ihm handelt es sich um einen Alleskönner in der Küche. Seine gelbliche Farbe und der leicht nussige Geschmack passen besonders gut zu deftigen Speisen wie Pizza. Aber auch in Desserts und Süßspeisen lässt es sich verarbeiten. Zudem ist Kicherbsenmehl ein gutes Bindemittel und dient in der veganen Küche deshalb auch als Ei-Ersatz.


Teste mal Teff!

Kennst du schon Teff? Das Superfood stammt aus Äthiopien und ist auch als Zwerghirse bekannt. Es enthält viel Protein, gesunde Fette, Aminosäuren, Vitamine und Mineralien. Das Mehl aus Teff ist glutenfrei und bietet eine sehr gute Bindekraft. Die Zwerghirse nimmt zudem viel Feuchtigkeit auf, wodurch Teige schön saftig und fluffig werden.


Das sagt die Zahl bei den Mehltypen aus

Wenn du trotzdem lieber zum klassischen Weizenmehl greifst, hier noch einige Infos: Weizenmehl unterscheidet sich im Supermarkt durch die verschiedenen Mehltypen. Je höher er ist, desto mehr von der äußeren Schale des Korns ist im Mehl noch enthalten. Ein hoher Mehltyp ist also gesünder, da er auch Ballaststoffe und Vitamine liefert. Richtiges Vollkornmehl, das aus ganzen gemahlenen Körnern besteht und bei dem nur die nicht essbaren Teile wie Spelzen und Hülsen fehlen, fällt unter keinen Mehltyp. Du erhältst es entweder im Bio-Supermarkt oder kannst es leicht selber herstellen.

 

Dieser Artikel wurde veröffentlicht am 03.09.2020.

 

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