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Wochenrückblick 10. – 14. August 2020

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Von AMIRA-Redaktion


Hier kommt wieder unsere wöchentliche Auswahl der wichtigsten News!

Tipps zum Umgang mit dem E-Medikationsplan

Die Digitalisierung im deutschen Apothekenwesen schreitet voran. Bis Ende September sollen alle Apotheken der Telematikinfrastruktur (TI) angeschlossen werden. Ein wichtiger Bestandteil ist der elektronische Medikationsplan (eMP), zu dem die ABDA ein FAQ-Dokument hinsichtlich des Umgangs in Apotheken veröffentlicht hat.

E-Rezept

Der Bundesverband deutscher Apothekenrechenzentren (VDARZ) ist der Auffassung, dass das E-Rezept in Apothekerhand bleiben müsse. Es dürfe nicht von Kassen und Großunternehmen diktiert werden. Diese Kernaussage wurde kürzlich auch von der Mitgliederversammlung bekräftigt. Der VDARZ-Vorsitzende Werner Dick betonte, es stehe jedem Mitgliedsunternehmen frei, sich anderen Modellprojekten anzuschließen. Doch der VDARZ als Verband habe sich fest dazu entschlossen, „ausschließlich die von ABDA, NGDA und ADAS begleiteten Modellprojekte aktiv mit zu gestalten und zu unterstützen“.

Rabattverträge

Rabattverträge zwischen Krankenkassen und Pharmaunternehmen sorgen seit ihrem Bestehen für Ärger bei Apothekern. Es stört sie, dass die tatsächlichen Einsparungen der Kassen geheim bleiben. Daran ändert auch die Veröffentlichung der Gesamt-Einsparsumme aller Krankenkassen, die das Bundesgesundheitsministerium regelmäßig vornimmt, nichts. Denn wie hoch die Nachlässe im Einzelnen sind, bleibt dabei weiter unklar. Nun steht fest: Die Apotheker werden sich auch in Zukunft weiter ärgern. Denn das Bundesverwaltungsgericht hat entschieden, dass Unbeteiligte nach dem Informationsfreiheitsgesetz (IFG) nicht erfahren dürfen, wie viel Rabatt ein Arzneimittelhersteller einer Krankenkasse für ein Arzneimittel gewährt. Damit ist die Klage eines Apothekers endgültig eingestellt.

Rund um Corona

  • Damit die Gesamtbevölkerung gut durch die Pandemie kommt, ist es elementar, dass Apothekenmitarbeiter sich nicht mit dem Coronavirus infizieren. Deshalb hatte das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) bereits frühzeitig reagiert und SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregeln veröffentlicht. Nun wurden die gesetzlichen Anforderungen an den Arbeitsschutz in Corona-Zeiten konkretisiert. Mehr dazu hier.
  • Diese Meldung war in den letzten Tagen allgegenwärtig. Russland lässt den ersten Impfstoff gegen das Coronavirus zu. Das Problem: Moskau hat bislang keinerlei wissenschaftliche Daten zu dem Impfstoff für eine unabhängige Bewertung veröffentlicht. Die Kritik folgte deswegen unverzüglich – unter anderem aus Europa. „Intransparenz und Nebenwirkungen sind der Nährboden von Impfgegnern und Verschwörungstheorien, die uns danach jahrelang begleiten werden“, warnt etwa Professor Andrew Ullmann, FDP-Obmann im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestags und Mediziner.
  • Virologen haben anhand von in-vitro-Experimenten getestet, ob antiseptische Mundspülungen die SARS-CoV-2-Viruslast beeinflussen. Dabei geht es nicht um eine Therapie von Covid-19, sondern um eine eventuelle Reduzierung des Ansteckungsrisikos. Die acht eingesetzten Mundspüllösungen erwiesen sich tatsächlich als tauglich und reduzierten den Virustiter. Weitere Studien sollen Aufschluss darüber geben, ob der Effekt auch auf die klinische Praxis übertragen werden kann.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht am 15.08.2020.

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