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Von Zwetschgen & Pflaumen: Das ist der Unterschied

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Von AMIRA-Redaktion

Von Juli bis September gehören Pflaumenkuchen und Zwetschgendatschi auf den Kaffeetisch. Aber wie unterscheiden sich die Früchte?

Vorneweg zu deiner Orientierung: Zwetschgen gehören wie Mirabellen zu den Unterarten der Pflaumen und letztere zählen zur Familie der Rosengewächse. Bei der Zwetschge handelt es sich also um eine Pflaumensorte – aber um eine, die mit ihren Eigenarten heraussticht. Zwetschgen sind im Gegensatz zu den meisten anderen Pflaumen kleiner und länglich oval. Sie laufen an den Enden spitz zu und ihre Farbe ist blau-violett. Ihr Fruchtfleisch ist gelb und lässt sich vom Stein schwer lösen. Wenn du es kostest, schmeckt es süß-sauer, seine Konsistenz ist fest und trocken. Mit Zwetschgen lässt sich deshalb prima backen – zum Beispiel der klassische, süddeutsche Zwetschgendatschi mit Zimt.

Süß, saftig & bunt – Geschmack & Farben von Pflaumen

Die Früchte der meisten anderen Pflaumenarten hingegen sind größer und gleichmäßig rund. Ihre Farbe unterscheidet sich je nach Sorte. Sie glänzen jetzt auf dem Markt in wunderschönen Farbnuancen von gelb über rot bis hin zu violett. Das Fruchtfleisch dieser Pflaumen ist süß, saftig, weich und rötlich. Es eignet sich hervorragend für Marmelade, Kompott oder einen Crumble.

Ob am Baum, auf dem Markt oder im Obstladen: Eine reife Frucht erkennst du daran, dass sie nicht mehr allzu fest ist. Ihre Haut sollte prall sein, während sie unter sachtem Fingerdruck leicht nachgibt. Zu weich sollte das Obst beim Kauf allerdings nicht sein, sonst drohen faule Stellen und Würmer. Pflaumen wie Zwetschgen weisen zudem einen weißlichen Belag – den sogenannten Duftfilm – auf. Er schützt sie vor dem Austrocknen und sollte erst kurz vor dem Verzehr abgewaschen werden.

Die richtige Lagerung der reifen Früchtchen

Die Lagerung der beliebten Sommerfrüchte ist unproblematisch: Im Kühlschrank oder Keller kannst du sie bis zu einer Woche aufbewahren. Am besten wickelst du sie in ein feuchtes Tuch. In Plastikbeuteln hingegen bildet sich schneller Schimmel. Auch das Einfrieren ist eine Möglichkeit: Ohne Kern lässt sich das Obst auf diese Weise bis zu einem Jahr lang konservieren.

Ein frischer Pflaumenkuchen mit Sahne ist verführerisch, doch auch roh verzehrt hat die Pflaume einiges zu bieten: Sie liefert eine breite Palette an Mineralien und Spurenelementen, darunter Kalium, Magnesium, Eisen und Zink. Zudem enthält sie Provitamin A, Vitamin C und E sowie Vitamine aus dem B-Komplex.

Unser Rezeptvorschlag: ein fruchtig-pikantes Chutney

Für zwei Gläser Pflaumen-Chutney brauchst du:

  • 500 g Sommerpflaumen
  • 150 g Schalotten
  • 2 Knoblauchzehen
  • 50 ml Wasser (oder Rotwein)
  • 25 g Ingwerwurzel
  • ¼ Teelöffel Chilipulver
  • 2 EL Öl
  • 3 Sternanis
  • 80 g brauner Zucker
  • 2 Esslöffel Balsamico-Essig
  • nach Belieben gemahlener Zimt, Salz und Pfeffer

Zubereitung:

  1. Die Pflaumen waschen, halbieren, entsteinen und die Schalotten schälen. Dann die Pflaumenhälften und die Schalotten in kleine Würfel schneiden
  2. Den Knoblauch und den Ingwer schälen, fein hacken sowie den braunen Zucker wiegen und bereitstellen.
  3. Das Öl in einem Topf erhitzen. Schalotten, Chilipulver und Knoblauch etwa zwei Minuten lang anschwitzen. Dann die Pflaumen, Zucker, Wasser (oder Rotwein), Sternanis und Essig zugeben. Zugedeckt etwa eine halbe Stunde lang köcheln lassen und gelegentlich umrühren.
  4. Den Sternanis herausholen und das Pflaumen-Chutney mit Zimt, Salz und Pfeffer abschmecken.
  5. Noch heiß in saubere, heiß ausgespülte und gut verschließbare Gläser (Marmeladen- oder Einmachgläser) füllen, verschließen und erkalten lassen.

Dein Pflaumen-Chutney ist auf diese Weise etwa zwei Wochen lang haltbar. Variationen zu diesem Rezept sind beispielsweise die Zugabe von einem Apfel oder einer Orange, ganz nach deinem Belieben. Wir wünschen ein gutes Gelingen!

Dieser Artikel wurde veröffentlicht am 14.08.2020.

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