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Gut gerüstet für den Wanderurlaub

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Von Eva Bahn

Aufgrund der Corona-Pandemie entschließen sich viele Menschen, ihren Urlaub lieber in heimischen Gefilden zu verbringen. Dazu gehört häufig ein Wanderurlaub in den Bergen. Falls du dich ebenfalls dafür entschieden hast und dein Urlaub kurz bevorsteht, solltest du auf ein Erste-Hilfe-Set nicht verzichten. Egal, welcher Schwierigkeitsgrad – es kommt schnell zu einem Notfall oder anderen unvorhergesehen Ereignissen. Sei es das Umknicken des Fußes, ein Sturz oder starke Kopfschmerzen.

Jetzt denkst du vielleicht, dass aufgrund des mobilen Zeitalters Hilfe schnell zur Stelle ist. Doch im Gebirge gibt es zahlreiche Bereiche, in denen keine Netzabdeckung herrscht oder die nächste Station zu weit entfernt liegt.


Erste-Hilfe-Set: Grundausrüstung individuell ergänzen

Mittlerweile gibt es Erste-Hilfe-Sets in kompakter und leichter Ausführung (ab 400 Gramm) für Wandertouren, Radfahren, Klettern & Co. Sie können nach Belieben mit individuellen Medikamenten, Wundversorgung etc. aufgestockt werden.

Bei der Zusammenstellung müssen jedoch weitere Faktoren miteinberechnet werden. Sind Kinder dabei? Plant man eine einfache Wanderung, Wildnis-Trekking, Bergexpedition oder eine andere Tour? Grundsätzlich sollte die Reiseapotheke aus den folgenden Gegenständen bestehen:

  • Wunddesinfektion
  • Händedesinfektion
  • Einmalhandschuhe
  • Pflaster in verschiedenen Größen (auch eventuelle Pflasterallergien bedenken)
  • Blasenpflaster
  • Verbandspäckchen
  • Dreiecktuch
  • Mullkompressen
  • Mullbinden
  • Idealbinden oder selbsthaftende Binden zur Stabilisierung eines Gelenkes
  • Schere, Pinzette und Zeckenkarte/Zeckenzange
  • Rettungsdecke
  • Heftpflaster
  • Wundnahtstreifen
  • Signalpfeife
  • Sofort- & Kältekompresse
  • Sonnenschutz/Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor (LSF)


Zusätzlich können bei längeren Touren für Backpacker, Trekker und Bergsteiger eine Alu-Polsterschiene und selbsthaftende Verbände eingepackt werden. Auch Medikamente und sonstige Präparate aus der Apotheke sollten nicht vergessen werden:

  • Individuelle Medikation (Tabletten gegen Hypertonie oder Allergien, Asthmaspray etc.)
  • Schmerzmittel (Acetylsalicylsäure/Ibuprofen/Paracetamol – gegebenenfalls an eine kindgerechte Dosierung denken)
  • Topische Analgetika gegen Schmerzen durch Überbeanspruchung, beispielsweise auf Basis von Ibuprofen oder Beinwellwurzelextrakt
  • Magnesium für die Muskeln
  • Kortisonhaltige Creme oder Spray bei Entzündungen, Juckreiz und leichtem Sonnenbrand
  • Topika zur Unterstützung der Wundheilung
  • Eventuell Mückenschutzspray


Weitere Tipps für den Wanderurlaub

Eine Liste mit lokalen Notrufnummern sollte ebenfalls nicht fehlen. Die Empfehlung, sich vorab mit den wichtigsten Erste-Hilfe-Maßnahmen zur Versorgung von Prellungen, Verstauchungen, Bänderdehnungen bzw. Bänderrissen oder einem verknacksten Gelenk zu beschäftigen, ist sinnvoll.

Ein weiterer wichtiger Rat an die Kunden: Niemals ohne eine Signalpfeife in die Berge! Sie ist das wichtigste Hilfsmittel, um in verlassenen Gegenden auf sich aufmerksam zu machen. Das alpine Notsignal wird sechs Mal pro Minute gegeben (alle zehn Sekunden), daraufhin wird eine Minute pausiert und wieder eine Minute lang alle zehn Sekunden das Signal wiederholt. Auch bei Lichtzeichen, Rufen und Winken gilt dieses Verhalten.

 

Dieser Artikel wurde veröffentlicht am 04.08.2020.

 

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