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Wespenstiche: Hitze verändert Giftmoleküle

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Von Nina Bürger

Sie ist unbeliebt und mit dem Hochsommer wieder häufig an Frühstückstisch und Grillbuffet zu finden: die Wespe. Wer jetzt entspannt essen will, sollte den Rückzug antreten und seine Leckereien drinnen verzehren. 

Wenn du trotzdem draußen bleibst, solltest du Wespen weder wegschlagen noch -pusten. Das in Atem enthaltene Kohlenstoffdioxid macht sie sogar aggressiver, wie der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) informiert. Wichtig sei es zudem, Ruhe zu bewahren und nicht in Panik zu verfallen. Angstschweiß können Wespen nämlich ebenfalls riechen und als Warnsignal deuten.

Beim Aufenthalt im Freien solltest du zudem auf Parfüm und stark duftende Pflegeprodukte verzichten, da sie Wespen anlocken. Eine Sprühflasche mit Wasser kann ganz aufdringliche Exemplare am Gartentisch vertreiben. Viele andere Tipps wie rauchender Kaffee, Münzen und Basilikum bringen hingegen kaum etwas.


Weniger Schwellung, schnellere Heilung

Kommt es im schlimmsten Fall zum schmerzhaften Stich, sollte zuerst der Stachel entfernt werden. Über ihn gelangt sonst weiterhin Gift in die Wunde. Danach sind nicht nur Kühlen und Salben hilfreich: Stichheiler steuern den Beschwerden mit Hitze entgegen. Unmittelbar nach dem Ereignis auf den Stich gehalten, erhitzen sie die Stelle mit circa 50 Grad. Das Wespengift enthält Eiweißmoleküle und ihre Struktur wird durch die Temperatureinwirkung verändert. Schmerzen und Juckreiz werden dadurch gelindert.

Nach diesem Prinzip funktionieren Produkte von beispielsweise mibeTec („Bite away“; PZN 07147568) sowie Beurer („Beurer Insektenstichheiler BR 60“). Bei beiden Stichheilern handelt es sich um Medizinprodukte. Außerdem gut zu wissen: Die Hitzebehandlung hilft nicht nur bei Wespen-, sondern auch bei Mückenstichen.

Zu sehr sollten wir uns über die Wespe am Gartentisch übrigens nicht ärgern. Ihre nützliche Eigenschaft: Sie verzehrt mit Vorliebe Fliegen, Mücken, Raupen, Motten oder Spinnen. Wenn man außerdem bedenkt, dass ein Wespenvolk zwischen 3 000 und 4 000 Exemplare zählt, kommen uns recht wenige zu nahe.


Dieser Artikel wurde veröffentlicht am 03.08.2020.


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