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Neuronale Explosion im Kopf: Warum uns Küssen glücklich macht

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Von Nicole Powala

 

Jeder Mensch tauscht in seinem Leben etwa um die 100.000 Küsse mit anderen aus. Der 6. Juli 2020 ist der internationale Tag des Kusses, den es bereits seit den 1990er-Jahren gibt. Er wurde in Großbritannien initiiert, um den konservativen Vorstellungen der Margaret-Thatcher-Ära zu trotzen.

Warum küssen wir uns auf die Lippen? Warum ist uns das Küssen so wichtig? Und warum haben wir dabei überhaupt die Augen zu? Wir haben uns mit dem Phänomen einmal genauer beschäftigt.

 

Ursprung des Kusses ist unklar

Tatsächlich herrscht unter den Wissenschaftlern eher Uneinigkeit, wie das Küssen auf die Lippen seinen Anfang nahm. Eine Theorie geht davon aus, dass der evolutionäre Beginn in der Versorgung der Nachkommen liegt. Unsere Vorfahren haben die vorgekaute Nahrung an ihre Kinder mit gespitzten Lippen eingeflößt. Im Laufe der Zeit wandelte sich dieses Verhalten in Küsse, um den Nachwuchs zu beruhigen und ein Gefühl von Geborgenheit sowie Sicherheit zu spenden.

Das Schließen der Augen wird auf einen Instinkt zurückgeführt, da wir mit den physischen und visuellen Reizen überfordert sind. Wir schließen die Augen, um den Kuss intensiver zu spüren. Eine klare Antwort existiert allerdings nicht. Jedoch sind sich alle Forscher einig, dass ein Kuss einen gewaltigen Prozess in den Nervenzellen verursacht: Mehr als 100 Milliarden Nervenzellen werden angeregt.

 

Hormoncocktail sorgt für Glücksgefühle

Die Lippen sind der Körperpart mit der dünnsten Haut und höchsten Dichte an sensorischen Rezeptoren. Sobald sich Lippenpaare berühren, werden tausendfache Botschaften an Gehirn und Körper gesendet. Beim Küssen kommt es zu einem Lichtfeuer der Hormone – Oxytocin, Serotonin, Dopamin und viele andere Botenstoffe werden freigegeben, die unter anderem für Glücksgefühle verantwortlich sind. Zusätzlich werden Stress abgebaut und depressive Stimmungen reduziert.

 

Fünf weitere interessante Fakten zum Küssen:

  • Etwa 90 Prozent aller Menschen küssen sich auf der Welt.
  • Bei einem leidenschaftlichen Kuss werden pro Minute etwas 20 Kalorien verbraucht, bei einem normalen um die 6,4 Kalorien.
  • Küssen fördert die Durchblutung.
  • Küssen lässt uns langsamer altern.
  • In Deutschland werden pro Mensch durchschnittlich vier Küsse am Tag verteilt. Einer internationalen Studie zufolge stehen wir damit auf dem vorletzten Platz.

 

 

Dieser Artikel wurde veröffentlicht am 06.07.2020.


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