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Diese Vorsorgeuntersuchungen zahlt die gesetzliche Krankenkasse

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Von Nina Bürger


Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen sind wichtig. Je früher körperliche Veränderungen erkannt werden, desto schneller wird reagiert. So werden im Rahmen von präventiven Untersuchungen zum Beispiel schon Vorstufen von Krebs erkannt. Auch auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen kann die Vorsorge aufmerksam machen und so einen schweren Verlauf vermeiden.


Einen Überblick über deine Gesundheit soll der allgemeine Check-up liefern. Ziel ist es, Herz-Kreislauf- und Nierenerkrankungen, aber auch Störungen des Stoffwechsels wie Diabetes und andere Krankheiten frühzeitig zu erkennen. In einem Gespräch erstellt der Hausarzt eine Anamnese und macht eine ganzkörperliche Untersuchung. Dazu gehören auch eine Blut- sowie eine Urinuntersuchung. Zum allgemeinen Check-up gab es 2019 eine Änderung. So ist ein erster, einmaliger Check-up nun schon im Alter zwischen 18 und 35 möglich. Ab dem 35. Lebensjahr übernimmt ihn die gesetzliche Krankenkasse nur noch alle drei, statt wie zuvor alle zwei Jahre.


Diese Vorsorgeuntersuchungen solltest du nicht verpassen:

Frauen und Männer:

  • 18 bis 35 Jahre: einmaliger allgemeiner Check-up
  • Ab 35: alle drei Jahre allgemeiner Check-up
  • Ab 35: alle zwei Jahre Hautkrebs-Screening des gesamten Körpers beim Dermatologen 


Frauen:

  • Ab 20 bis 35 Jahre: einmal jährlich Genitaluntersuchung mit Abstrich aus der Gebärmutter, unter anderem zur Erkennung von Gebärmutterhalskrebs und seinen Vorstufen.
  • Bis 25: jährlicher Test auf eine Infektion mit Chlamydien
  • Ab 30: Die Krebsvorsorge beim Frauenarzt beinhaltet nun auch eine jährliche Brust- und Hautuntersuchung.
  • Ab 35: Der Abstrich zur Erkennung von Gebärmutterhalskrebs wird ab jetzt nur noch alle drei Jahre gemacht. Dafür wird er in Kombination mit einem Screening auf humane Papillomviren (HPV) angeboten.
  • 50 bis 69 Jahre: alle zwei Jahre Mammographie-Screening
  • Ab 50: Früherkennung von Darmkrebs als jährlicher Test auf verborgenes Blut im Stuhl. Ab 55 wahlweise alle zwei Jahre weiterhin mit diesem Test oder durch zwei Darmspiegelungen im Mindestabstand von zehn Jahren.


Männer:

  • Ab 45 Jahren: einmal jährlich Krebsfrüherkennungsuntersuchung der Genitalien und Prostata
  • Ab 50: Früherkennung von Darmkrebs. Im Alter von 50 bis 54 wahlweise alle zwei Jahre als Test auf verborgenes Blut im Stuhl oder ab 50 durch zwei Darmspiegelungen im Mindestabstand von zehn Jahren.
  • Ab 65: Männer haben einmalig den Anspruch auf einen Ultraschall zur Früherkennung von Aneurysmen der Bauchschlagader.

 

Dieser Artikel wurde veröffentlicht am 29.06.2020.

 

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