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Wochenrückblick: 1. - 5. Juni 2020

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Von AMIRA-Redaktion

Die wichtigsten Nachrichten und Ereignisse der Woche haben wir für dich einem Wochenrückblick zusammengefasst.


Apothekenzahlen in Deutschland auf historischem Tiefstand

Am 04. Juni 2010 erklärte die ABDA-Geschäftsführerin Claudia Korf in Berlin, dass die Zahl der Apotheken in Deutschland erstmals unter die 19.000er-Hürde gefallen ist: auf nur noch 18.987 Betriebsstätten. Ein kleiner Lichtblick für die Angestellten ist die Zahl der Personen, die in den Apotheken beschäftigt sind – diese Summe hat sich nicht verringert. Der Abwärtstrend zeigt sich seit dem Jahr 2009.


Konjunkturpaket 2020/2021 zur Krisenbewältigung

Am 04. Juni 2020 beschloss die Große Koalition (GroKo), ein 130-Milliarden-Euro-schweres Konjunkturpaket. Der Mehrwertsteuersatz sinkt für ein halbes Jahr von 19 auf 16 Prozent, der ermäßigte Steuersatz von sieben auf fünf Prozent. Ob dieser Plan den Apotheken vor Ort helfen wird, bleibt fraglich, da auch die Online-Händler profitieren. Welchen Faktor viele Apothekenmitarbeiter jetzt schon fürchten, sind die Änderungen an der bereits ausgepreisten Ware. Zusätzlich werden die Stromkosten gesenkt und mehr Geld für die Familien bereitgestellt. Alle Eltern erhalten pro Kind einen 300-Euro-Bonus. Er wird einmalig mit dem Kinderfreibetrag bei der Steuererklärung verrechnet.


Ausbildungsprämie

Die Apothekengewerkschaft ADEXA begrüßt im beschlossenen Konjunkturpaket ganz besonders die Ausbildungsprämien. Kleine und mittlere Unternehmen, die ihre Ausbildungsaktivitäten 2020 im Vergleich zu den drei Vorjahren nicht reduzieren oder sogar erhöhen, sollen 2000 bis 3000 Euro pro Ausbildungsvertrag erhalten. Die Gewerkschaft hofft, dass von diesem Beschluss auch die Apotheken profitieren.


Tag der Apotheke: Pressekonferenz am 04.06.

Am Sonntag, den 07.06.2020, findet der durch die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) ins Leben gerufene „Tag der Apotheke" statt. Bei einer Pressekonferenz äußerte  ABDA-Präsident, Friedemann Schmidt, welche Hilfen die Apotheker seitens der Politik erwarten: „Die Festpreisbindung für rezeptpflichtige Medikamente muss dringend wiederhergestellt werden, das E-Rezept muss ohne Einfluss von Dritten in die Apotheke gelangen, und während der Pandemie eingeführte, sinnvolle Versorgungsverbesserungen wie der Zuschuss zum Botendienst sollten verstetigt werden.“ 


Rote-Hand-Briefe

In der vergangenen Woche wurden weitere Rote-Hand-Briefe veröffentlicht.

  1. Tolperisonhaltige Arzneimittel: Die European Medicines Agency (EMA) und das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) weisen erneut auf das negative Nutzen-Risiko-Verhältnis der Arzneimittel hin, wenn die Anwendung außerhalb der zugelassenen Indikation erfolgt.
  1. Tepadina 100 mg: Es besteht ein mögliches Risiko mangelhafter Durchstechflaschen bei folgenden Chargen: 1709192/1, 1709192/2 und 1709192/3.
  1. 5-Fluorouracil- (i.v.), Capecitabin- und Tegafur-haltige Arzneimitteln: Tests vor Behandlungsbeginn zur Identifizierung von Patienten mit DPD-Mangel werden empfohlen, um eine schwere Toxizität auszuschließen.
  1. Ancotil® (Flucytosin): Es liegen aktualisierte Empfehlungen zur Anwendung bei Patienten mit Dihydropyrimidin-Dehydrogenase(DPD)-Mangel

 

Dieser Artikel wurde veröffentlicht am 06.06.2020.

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