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Hände richtig pflegen – fünf Tipps für gesunde Haut

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Von AMIRA-Redaktion


Gerade jetzt sind die Hände vieler Apothekenmitarbeiter stark angegriffen. Häufiges Händewaschen, Desinfizieren und das vermehrte Tragen von Einmalhandschuhen setzen ihnen zu. Doch ist auch die richtige Handhygiene wichtig, um einer Infektion mit Viren vorzubeugen. Hier kommen fünf Tipps aus der AMIRA-Redaktion für den optimalen Schutz deiner Hände.


Tipp 1: Richtig waschen

Wasche deine Hände nicht zu heiß! Das Reinigen mit lauwarmem Wasser und einer hautfreundlichen sowie pH-hautneutralen Flüssigseife greift die Hände weniger an. Dabei sollte wenigstens 30 Sekunden lang jede Stelle an den Händen massiert werden. Besonders hohe Keimzahlen finden sich übrigens an den Fingerkuppen, Fingerzwischenräumen und dem Nagelbett. Diese Stellen dürfen somit nicht vernachlässigt werden. Wichtig: Spüle alle Seifenreste komplett ab, damit sie nicht an der Haut hängen bleiben. Das Vergessen schadet ansonsten dem Säureschutzmantel.


Tipp 2: Handtuchhygiene beachten

Trockne deine Hände sorgfältig mit einem frischen Handtuch, das täglich gewechselt wird. Feuchte Handtücher sind eine Brutstätte für Keime, die bei angegriffenen Händen umso mehr Schaden anrichten können. Sie sollten bei wenigstens 60 Grad Celsius gewaschen werden. Um eine zügige Trocknung zu garantieren und eine übermäßige Keimbildung zu vermeiden, ist das Trocknen über einer Stange vorteilhafter als an einem Haken.


Tipp 3: Sinnvoller Einsatz von Desinfektionsmitteln

Wenn du die Möglichkeit hast, deine Hände sorgfältig zu waschen, musst du sie anschließend nicht noch desinfizieren. Bei der Arbeit in der Apotheke ist die Desinfektion die jedoch sinnvoller. Das gilt insbesondere, wenn du bereits trockene Hände hast. Beim Waschen werden nämlich die Fette aus der Hornschicht herausgelöst und abgespült; beim Desinfizieren wird der Prozess des Abspülens ausgelassen und die Fette gehen nicht verloren.


Tipp 4: Handcreme benutzen

Handcremes sorgen für ein angenehmes Hautgefühl und spenden Feuchtigkeit sowie Fett. Benutze eine beruhigende Handpflege, die gut rückfettet und schnell einzieht. Möglichst ohne Duftstoffe, mineralölbasierte Fette und Wachse oder synthetische Polymere. Creme die Hände besser häufiger in einer dünnen Schicht ein. Für eine Extraportion Pflege ist das Auftragen einer großen Portion über Nacht sinnvoll. Stülpe Baumwollhandschuhe über, damit alles gut einzieht und du am nächsten Tag nicht von einem cremeverschmierten Bett überrascht wirst.


Tipp 5: Einmalhandschuhe mit Bedacht tragen

Das Tragen von Einmalhandschuhen über einen längeren Zeitraum kann problematisch sein, und ist im Apothekenalltag meistens nicht nötig. Es weicht die Haut auf und verringert die natürliche Barrierefunktion der Epidermis. So können Erreger leichter in den Organismus eindringen. Trage ausschließlich Handschuhe, wenn du den direkten Kontakt mit einem Patienten nicht vermeiden kannst – zum Beispiel beim Anmessen von Kompressionsstrümpfen – oder beim Reinigen bzw. Desinfizieren von Flächen. Falls du über einen längeren Zeitraum im Labor oder in der Rezeptur arbeitest, ziehe zusätzlich Baumwollhandschuhe über. So bleiben die Hände trocken.

 

Dieser Artikel wurde veröffentlicht am 16.05.2020.

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