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Belebendes Grün – die Pfefferminze

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Von Eva Bahn


Die Pfefferminze (Mentha piperita) gehört – wie andere Minzarten – zur Familie der Lippenblütler. Die in Europa heimische, vermutlich zufällig entstandene Kreuzung von Grüner (Mentha spicata) und Wasserminze (Mentha aquatica) ist nur eine der etwa dreißig verschiedenen, offiziell anerkannten Minzarten, die schon seit vielen Jahrhunderten vom Menschen genutzt werden.


Medizinische Wirkung beruht auf Reizung von Kälterezeptoren

Die Pfefferminze selbst wurde erst im Jahre 1696 entdeckt und verdankt ihren Namen dem hohen – pfeffrig schmeckenden – Mentholgehalt. Durch das enthaltene Levomenthol riecht es frisch, minzig und süß. Es findet häufig Verwendung bei Nahrungs-, Körperpflege-, Zahnpflege- und Mundpflegeprodukten. Die medizinische Wirkung beruht auf der Reizung körpereigener Kälterezeptoren, wodurch Juckreiz oder Schmerzen auf der Hautoberfläche gemildert werden. Wenn es an der Nasenschleimhaut verwendet wird, erleichtert es die Atmung – wirkt jedoch nicht abschwellend. Cave! Eine Anwendung bei Kleinkindern sollte aufgrund der Gefahr eines Glottiskrampfes vorsorglich bis zu einem Alter von vier Jahren unterbleiben.

Die ätherischen Öle der Pfefferminze können sowohl oral eingenommen als auch inhaliert werden. Sie werden über die Lunge und die Haut ausgeschieden, was ihre besondere Wirkung auf diese Organsysteme erklärt. Zusätzlich wirken die Inhaltsstoffe:

  • appetitfördernd
  • spasmolytisch
  • galle- und blähungstreibend
  • belebend für die Atmung
  • antibiotisch im gesamten Respirationstrakt
  • antiviral


Auch Kopfschmerzgeplagte können Pfefferminzöl nutzen, indem sie es auf Stirn, Schläfen, Nacken und Schultern auftragen, und etwas einmassieren. Durch die Unterbrechung der Schmerzweiterleitung und die muskelentspannende Wirkung ist eine Linderung des Kopfschmerzes innerhalb von 15 bis 30 Minuten möglich, wenn er zum „Spannungstyp“ gehört. Weiterhin kommt die Pfefferminze auch für den Einsatz bei nervösen Unruhezuständen, Reizdarm, Magen oder Gallebeschwerden infrage. Auch bei länger währender Anwendung sind keine negativen Folgen zu erwarten.


Aromatisches Geschmackserlebnis – das Wunderkraut Minze in der Küche

Als Getränk und Gewürz ist die Minze genauso vielseitig wie ihre Heilwirkung. Ihre Neigung zur Hybridenbildung hat viele verschiedene Sorten entstehen lassen, die einen individuellen Charakter an Duft und Geschmack besitzen. Dazu gehören beispielsweise die

  • Apfel-Minze, die anstelle von Zimt als Apfelkuchengewürz eingesetzt wird oder auch zu Obstsalaten passt – viele Kinder mögen sie als Tee lieber als die schärfere Pfefferminze
  • Bananenminze und Orangenminze für Desserts
  • Basilikum-Minze für herzhaftere Speisen
  • Nana-Minze oder Marokkanische Minze für die Zubereitung von erfrischenden Limonaden
  • Nudel-Minze für die Herstellung der Kärntner Nudel
  • Zitronen-Minze als allgemeines Küchengewürz (besonders für Fischspeisen)
  • Schoko-Minze, die nach After-Eight-Schokoplättchen riecht und schmeckt und sich hervorragend als Beilage zu Eis oder anderen Desserts eignet

 
Kubanisches Feeling nach Hause holen: Lebensfreude pur

Für einen sommerlichen alkoholfreien Cocktail eignet sich im Besonderen die Mojito-Minze, auch Hemingway-Minze genannt. Für zwei „Virgin Mojitos“ benötigst du:

  • zwei unbehandelte Limetten
  • eine kleine Handvoll Mojito-Minze-Blätter
  • drei Teelöffel Rohrzucker
  • etwas Kristallzucker
  • Eiswürfel
  • Tonic Water oder Ginger Ale


Zubereitung:

Schneide die unbehandelten Limetten in dünne Scheiben und behalte sechs Stück davon zurück. Den Rest zerdrückst du zusammen mit den Minzblättern mittels Holzstößel auf dem Rohrzucker. Nimm ein Cocktailglas, feuchte es am Rand mit etwas Limettensaft an und tauche ihn in den Kristallzucker ein, sodass ein Zuckerrand entsteht. Verteile die Masse aus Minze, Limetten und Rohrzucker nun in die beiden Gläser, gebe zwei Eiswürfel und zwei Limettenscheiben dazu und fülle alles mit Tonic Water oder Ginger Ale auf. Serviere den Cocktail auf jeden Fall mit einem stilechten Strohhalm, einem ganzen Mojitoblatt und einer aufgesteckten Limettenscheibe am Cocktailglas!

Guten Appetit!


Dieser Artikel wurde veröffentlicht am 13.05.2020.

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