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Kosmetika: Was sind eigentlich Mizellen?

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Von Nina Bürger


Viele Gesichtswasser, Reinigungstücher und Shampoos werben mit enthaltenen Mizellen. Was aber sind Mizellen und was bewirken sie?

Per Definition handelt es sich bei Mizellen um kleine Teilchen, die in einer Flüssigkeit weit verstreut sind. Die Teilchen weisen eine besondere Beschaffenheit wie eine Kristallstruktur oder einen Molekülverband auf, durch die sie sich von ihrer Umgebung abheben. Dabei sind Mizellen nur wenige Nanometer groß und mit bloßem Auge nicht zu erkennen. In der Kosmetik beschreiben Mizellen die Struktur, in der sich Seifenmoleküle formieren.


Leichte Schmutzentfernung

Die Hersteller von Kosmetik mit Mizellen preisen eine besonders leichte und gründliche Reinigung an. Tatsächlich können Gesichtswasser mit Mizellen wasser- und fettlösliche Partikel von Make-Up oder Schmutz ohne viel Druck von der Haut lösen. In Haarshampoo helfen sie, Talg und andere Ablagerungen von Kopfhaut und Haaren zu entfernen.

Wirklich neu und innovativ sind Mizellen allerdings nicht. Denn ab einer gewissen Konzentration bilden Tenside, das heißt waschaktive Stoffe, seit jeher Mizellen.


Auf Inhaltsstoffe achten

Produkte mit Mizellen reinigen sehr gründlich. Das kann allerdings von Nachteil sein, wenn bei der tiefgehenden Reinigung Duftstoffe oder problematische Konservierungsstoffe wie Polyethylenglykole (PEG) und PEG-Derivate in die Haut eindringen. Deshalb ist ein Blick auf die Liste der Inhaltsstoffe angebracht. Vorsichtig solltest du sein, wenn dort „Polyethylenglykol“, „PEG“ oder „Polyaminopropyl Biguanide (PHMB)“ zu finden ist. PHMB steht im Verdacht, krebserregend zu sein.


Dieser Artikel wurde veröffentlicht am 06.05.2020.

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