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Wie wäre es mit mehr Grünkern auf deinem Speiseplan?

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Von AMIRA-Redaktion

 

Wusstest du, dass Grünkern keine eigene Getreidesorte ist? Denn er ist nichts anderes als halbreif geernteter und gedörrter (mit Hitze getrockneter) Dinkel. Vielmehr entstand diese Art der Behandlung von Dinkel aus der Not heraus. Waren die Sommer nass und verregnet, dann mussten die Bauern das Getreide früh einholen und die Körner selbst trocknen, damit sie nicht verderben. So entstand etwa um 1600 die Grünkerngewinnung, die sich bis heute erhalten hat. Wenn du dich umwelt- und gesundheitsbewusst ernähren möchtest, kannst du überlegen, dem Grünkern einen Platz auf deinem Speiseplan einzuräumen. Da er quasi im grünen Zustand geerntet wird, ist er besonders reich an Vitaminen und Mineralien. Zudem hat er einen besonders hohen Eiweißanteil und ist leicht verdaulich.


So kannst du Grünkern in der Küche einsetzen


Besonders bekannt ist der Grünkern als Suppeneinlage oder in Form von Frikadellen. Aber sogar süße Gerichte lassen sich mit ihm zubereiten. Für eine Suppe mit Grünkernklößchen bringst du 1/8 Liter Milch zum Kochen und streust 50 g Grünkernschrot ein. Die Masse muss so lange gerührt werden, bis sie sich vom Topfboden löst. Nach dem Abkühlen rührst du ein Ei unter und formst kleine Klößchen, die du in einer Suppe deiner Wahl kurz aufkochst. Nach etwa 10 Minuten Ziehzeit kannst du sie servieren.

Auch Grünkernfrikadellen sind einfach zuzubereiten und schmecken gut. Hierzu brauchst du etwa einen halben Liter Gemüsebrühe, die du kurz aufkochst. Etwa 250 g Grünkernschrot rührst du darin ein und lässt es circa zwei Stunden aufquellen. In der Zwischenzeit würfelst du zwei Brötchen und gibst sie zum Einweichen in die Masse dazu. Danach sollte eine besonders fein gehackte Zwiebel in der Pfanne mit etwas kleingehobelter Petersilie in Butter angedünstet werden.

Danach unterrührst du drei Eier und drei Esslöffel geriebenen Käse unter die Masse und vermengst alles gut. Abgeschmeckt wird sodann mit Salz, Pfeffer, Majoran, Muskat und etwas Senf. Die Frikadellen formst du dann am besten mit nassen Händen, damit der Teig nicht zu sehr daran klebt. Nachdem du sie in nicht zu heißem Fett gebacken hast, schmecken sie vorzüglich zusammen mit einem Salat deiner Wahl.

Guten Appetit!

 

Dieser Artikel wurde veröffentlicht am 14.04.2020.

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