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Wenn der Alltag zum Stresstest wird – Praktische Tipps zum Stressabbau

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Wusstest du, dass Stress eigentlich eine ganz normale Reaktion des Körpers ist, um unsere Leistungsfähigkeit für kurze Zeit zu verbessern? Unser Unterbewusstsein erkennt eine Gefahr und schaltet sofort um auf Kampf oder Flucht: Atmung und Herzschlag beschleunigen sich, um die Muskeln mit mehr Energie zu versorgen und die Aufmerksamkeit und Konzentration steigen. Durch die darauffolgende körperliche Anstrengung fällt das Stresslevel nach kurzer Zeit wieder ab, und wir erholen uns – jedenfalls früher oder in der Theorie. Heute sind die Gefahren, auf die unser Körper reagiert, selten lebensbedrohlich. Eine Flucht hilft auch in den wenigsten Fällen. Denn Stress im Alltag kann viele, auch zeitgleich auftretende Ursachen haben: Ob im Job, der Beziehung oder sogar in der Freizeit – wir stehen heutzutage oft dauernd unter Strom.

Zu viel Stress kann krank machen

Das ist auch das Problem: Weil wir Stress schlechter abbauen als früher, kann er uns heute krank machen. Deshalb verbinden wir heute mit Stress vor allem zu viel Arbeit, Überforderung und sogar Burn Out. Typische Symptome sind dann zum Beispiel Schlaflosigkeit, Bluthochdruck, Reizbarkeit und depressive Verstimmungen. Stress ist also dann ein gesundheitliches Problem, wenn er über längere Zeit anhält und den Körper so in einem Dauer-Alarm-Zustand hält. Dabei lässt sich Stress auch physisch messen, zum Beispiel durch einen Abfall der Magnesiumkonzentration im Körper. Schlägt der Kopf Alarm, schüttet der Organismus das Spurenelement verstärkt aus den Knochen in die Blutbahn aus, um seine Leistungsfähigkeit zu unterstützen. Macht er das zu lange, kann der einsetzende Mangel an Magnesium sogar dazu führen, dass wir uns noch gestresster fühlen, weil es eigentlich sogar stresslindernd wirkt.

Das kannst du gegen Stress tun:

Der Alltag lässt sich oft nicht allzu schnell beeinflussen, aber es gibt eine Reihe von Strategien, die dabei helfen, das Stressniveau im Zaum zu halten.

  • Spontane Treffen mit Freunden: Zeit mit den Liebsten zu verbringen ist immer eine gute Idee, um das Stresslevel zu senken. Besonders gut funktioniert das allerdings, wenn die Aktivitäten nicht im Vorfeld geplant, sondern ganz spontan passieren. Geplante Freizeitaktivitäten fühlen sich nämlich mehr wie eine Verpflichtung oder ein Termin an.
  • Strategien und Methoden zum Stressabbau erlernen: Wenn du feststellst, dass dein Stresslevel über Tage, Wochen oder sogar noch länger nicht abnimmt, kannst du verschiedene Ansätze trainieren: Autogenes Training, Meditation oder bestimmte Atemtechniken wirken nicht sofort, können nach einiger Zeit und Übung aber schnell Erleichterung verschaffen.
  • Ausgewogen und gesund ernähren: Eine energiereiche und gesunde Kost versorgt uns in stressigen Phasen mit genug Kraft für den Tag. Je ausgewogener sie ist, desto besser versorgen wir uns mit allen wichtigen Nährstoffen, die wir brauchen. Dazu zählen zum Beispiel Eisen, aber auch das erwähnte Magnesium. Wenn die Tagesplanung keine Zeit für ausgedehnte Speisen oder deren Vorbereitung lässt, helfen auch gezielte Nahrungsergänzungsmittel, um den Bedarf zu decken.
  • Stressfaktoren abschaffen: Das klingt oft leichter als es ist, aber wenn wir ausmachen können, was genau bei uns eigentlich psychische Belastung auslöst, sollten wir versuchen, diese zu ändern. Gerade bei zu vielen To-Dos helfen oft schon verbesserte Zeitplanungen.
  • Bewegung: Körperliche Aktivität senkt Stress. Das muss nicht unbedingt Leistungs- oder Ausdauersport sein, aber je mehr wir uns täglich bewegen, desto mehr senken wir automatisch unser Stresslevel. Abends sollte man allerdings darauf achten, nicht zu spät zu trainieren, ansonsten können weitere Schlafprobleme drohen, weil der Körper noch zu aufgedreht ist.

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