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Ausnahmeregelung wegen Coronavirus: Krankschreibung per Telefon

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Von AMIRA-Redaktion

 

Erkältung, Grippe, Coronavirus: Die Wartezimmer der Arztpraxen und Kliniken sind überfüllt, Patienten mit Erkältungssymptomen möchten in dieser Zeit ungern eine Praxis aufsuchen, aus Angst, sich mit SARS-CoV-2 anzustecken. Wenn sie eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU) benötigen, führt allerdings kein Weg daran vorbei, beim Arzt vorzusprechen. Doch nun gibt es eine Ausnahmeregelung, die es möglich macht, eine Krankschreibung nach telefonischer Kontaktaufnahme zu erhalten.

Erkältungsbeschwerden: AU ab sofort ohne Arztbesuch erhältlich

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) teilte mit, dass ab sofort Patienten mit leichten Erkrankungen der oberen Atemwege nach telefonischer Rücksprache mit ihrem Arzt eine Krankschreibung bis maximal sieben Tage ausgestellt bekommen können. Sie müssen dafür nicht die Arztpraxen aufsuchen. Die Patienten bekommen das Attest dann per Post zugestellt.

Voraussetzung hierfür sei allerdings, dass sie weder in den letzten 14 Tagen Kontakt zu einer Person hatten, bei der das neue Coronavirus nachgewiesen wurde, noch sich in einem Gebiet mit Covid-19-Fällen aufgehalten haben. Auch Kinder profitieren von dieser Ausnahmeregelung.

Diese zeitlich befristete Regelung gilt demnach für Patienten, die an leichten Erkrankungen der oberen Atemwege erkrankt sind und keine schwere Symptomatik vorweisen oder Kriterien des Robert-Koch-Instituts (RKI) für einen Verdacht auf eine Infektion mit dem neuen Virus erfüllen. Die Vereinbarung gilt ab sofort und zunächst für vier Wochen. Der KBV zufolge kann sie verlängert werden, falls die Ausnahmesituation fortbesteht.

Falls du die Tage Kunden hast, die mit leichten Erkältungssymptomen in die Apotheke kommen und gleichzeitig eine AU brauchen, kannst du sie auf diese Ausnahmeregelung hinweisen.

Entlastung für Arztpraxen und Bürger

„Damit wollen wir die Vertragsarztpraxen und Bürgerinnen und Bürger kurzfristig von Arztbesuchen entlasten, die lediglich der Ausstellung einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung dienen“, betonte der stellvertretende KBV-Vorstandsvorsitzende Dr. Stephan Hofmeister und fügte hinzu: „Gleichzeitig soll das Risiko für eine vermeidbare Ausbreitung von Infektionskrankheiten der oberen Atemwege über die Wartezimmer der Arztpraxen reduziert werden.“

Hofmeister zufolge gilt die Regelung nicht für Patienten, bei denen der begründete Verdacht auf eine Coronavirus-Infektion besteht. Diese Personen sollten weiterhin durch die vorgesehenen Stellen getestet werden, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen.

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