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Blick hinter die Kulissen: Angehende PTA erkunden die Praxis

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Eine PTA-Ausbildung umfasst neben viel Theorie auch praktisches Wissen. Doch ein Blick hinter die Kulissen, in dem Fall ein Besuch in einer Apotheke, hilft angehenden PTA ungemein, um alle Facetten des Berufs kennenzulernen, das Gelernte zu festigen und einen ihrer möglichen Arbeitsplätze aus nächster Nähe kennenzulernen. Diesen Ansatz beherzigten auch die PTA-Oberkurse der Bernd-Blindow-Schulen Mannheim und besuchten kürzlich die in derselben Stadt gelegene Fortuna Apotheke Wohlgelegen. Die AMIRA-Redaktion war vor Ort und hat die Gruppe an diesem Tag begleitet.

Doppelstöckiger Kommissionierautomat begeistert PTA

Mit klassischer HV-Arbeit habe man es hier eher selten zu tun, wie Filialleiter Christoph Lehmann den Schülern gegenüber erläuterte. Das wurde bereits in den ersten Minuten klar, in denen die Klassen sich im riesigen „Backoffice“ umsehen durften. Das Lager, das von seinen Maßen beinahe dem eines kleinen Großhandels gleicht, war die erste Station. Dort ging Lehmann auf die Organisationsstruktur des Lagers ein und verwies zusätzlich auf den doppelstöckigen Kommissionierautomaten, der die Arbeit in der Apotheke ein wenig erleichtere. Eine patientenindividuelle Verblisterung für die Altenheime, die durch die Fortuna Apotheke beliefert werden, ist dort zusätzlich noch in einem separaten Raum untergebracht. Das Lager sei auch so groß, weil die Apotheke auch ein Krankenhaus mitversorge, so Lehmann.

Weiter ging es zu den Medikamenten, die gekühlt gelagert und versandt werden müssten. Über ein ausgeklügeltes System, das per Temperaturlogger überwacht werde, würden die Kühlboxen für den Versand an Ärzte und Kliniken vorbereitet. „Es handelt sich übrigens um ein System, das für alle in Deutschland ansässigen Apotheke zwingend vorgeschrieben ist“, betonte der Filialleiter. Für holländische Versender etwa gelte diese Regelung nicht.

Nächste Stationen: Backoffice und Sterilabteilung

Nach einem Abstecher zu den PKA, die mehrmals am Tag mit großen Warenanlieferungen zu tun haben, ging es weiter zum Überwachungsbereich für die Sterilabteilung. Ein Apotheker kontrolliere von dort aus alle Werte, die an den Werkbänken gemessen würden, denn die Fortuna Apotheke stelle auch lebenswichtige Krebsmedikamente her. Auf dem Weg zur Rezeptur und dem Labor kamen die staunenden Schüler an diesen Sterilarbeitsplätzen vorbei. In der Rezeptur werde großer Wert auf Präzision gelegt, was Lehmann am Beispiel der Kapselherstellung demonstrierte. Der Ausflug endete auf dem Dachboden, wo sämtliche Datenlogger und verschiedene Raumbelüftungssysteme zu sehen sind.

Apotheke bietet Praktikumsplätze an

Lehmann bedankte sich zum Abschluss für die Aufmerksamkeit und Fragen der PTA-Schüler. Dabei verwies er auf die Möglichkeit, in dieser außergewöhnlichen Apotheke einen Praktikumsplatz zu ergattern. Gute Leute würden überall gesucht und die Möglichkeit einer Übernahme nach der Ausbildung bestehe in jedem Fall. Wer also einen Arbeitsplatz sucht, der etwas anders ist als in einer öffentlichen Apotheke, scheint in der Fortuna Apotheke gut aufgehoben.

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